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bunq ist Europas zweitgrößte Neobank, die für Menschen und Unternehmen mit einem internationalen Lebensstil entwickelt wurde. Gegründet 2012 von Ali Niknam, ermöglicht bunq 20 Millionen Nutzern in ganz Europa, über eine einzige benutzerfreundliche App ihr Geld auszugeben, zu sparen, zu budgetieren und zu investieren.
bunq entschied sich für Claude, nachdem umfangreiche A/B-Tests zeigten, dass das Modell bei den komplexen Planungsanforderungen ihrer Support-Szenarien konsistent herausragende Ergebnisse liefert. Untersuchungen fehlgeschlagener Zahlungen erfordern beispielsweise die Überprüfung von Karten, Konten, Salden und Transaktionen in präzisen Reihenfolgen. Claude zeigte eine überlegene Fähigkeit, diese mehrstufigen Probleme zu lösen und gleichzeitig die für ihre agentischen Workflows erforderliche Präzision beizubehalten. „Im Vergleich der führenden Modelle hat Claude am besten abgeschnitten“, erläutert der Leiter für Machine Learning Engineering bei bunq.
Was bunq mit Claude erreicht:
Banking-Support ist nicht einfach. Eine einzige Anfrage zu einer fehlgeschlagenen Zahlung kann die Überprüfung des Kartenstatus, die Verifizierung der Kontodaten, die Bestätigung der Verfügbarkeit des Guthabens und die Analyse der Transaktion selbst erfordern – alles unter Einhaltung von Sicherheit und Genauigkeit. Für eine Neobank, die 20 Millionen Nutzer in ganz Europa mit verschiedenen Sprachen und Anforderungen betreut, waren traditionelle Supportmodelle einfach nicht mehr ausreichend.
bunq brauchte mehr als einen Chatbot. Sie brauchten ein intelligentes System, das komplexe, mehrstufige Untersuchungen durchführen und gleichzeitig die präzisen strukturierten Ausgaben liefern konnte, die ihre Automatisierungen erforderten. Ein einziger JSON-Formatierungsfehler konnte ganze Workflows unterbrechen. Die Herausforderung bestand darin, ein KI-Modell zu finden, das ausgefeiltes Reasoning mit absoluter Präzision kombiniert.
„Von Anfang an war unser Ziel mit KI einfach: den Nutzern das Leben leicht zu machen“, sagt der Machine Learning Engineering Lead von bunq. „Um das im großen Maßstab zu erreichen, haben wir agentische Workflows aufgebaut, in denen KI Hand in Hand mit Code arbeitet, um Probleme zu lösen.“
Die Transformation begann mit dem Launch von Finn im Jahr 2023 als Gesprächsassistenten, der Nutzern hilft, ihre Finanzen zu überblicken und in der App zu navigieren. Aber bunqs Vision ging weit über eine einfache Unterstützung hinaus. Sie bauten ein Multi-Agenten-System auf, das sicher im Auftrag der Nutzer handeln konnte, wenn diese es anforderten – Probleme untersuchen, Dokumente verarbeiten und komplexe Zahlungsvorgänge durchführen.
2024 wurde bunq die erste Bank, die KI-Übersetzung von Sprache zu Sprache in Echtzeit einführte – ein Durchbruch, der ihre Vision voranbrachte, Banking jederman zugänglich zu machen. Nutzer konnten nun in ihrer Muttersprache mit Support-Mitarbeitern sprechen, wobei Finn in Echtzeit übersetzte. In Kombination mit der App-Übersetzung in 38 Sprachen wurden damit Barrieren abgebaut, die Millionen von Menschen lange Zeit von modernen Bankdienstleistungen ausgeschlossen hatten.
Die Implementierung war bemerkenswert schnell. Dank bunqs eigenem LLM-Router – der verschiedene Modelle, Anbieter und Konfigurationen verwaltet – dauerte die Integration von Claude nur wenige Tage. „Dank unserer internen Benchmarks und der LLM-Router war es ganz einfach, schnell zu testen und zu integrieren“, bemerkt das Team. „Das Anthropic-Team stand uns immer zur Seite, von der Prompt-Optimierung bis zur Kapazitätserweiterung.“
Die Ergebnisse zeigen deutliche Verbesserungen über alle Metriken hinweg. Mit dem fortschrittlichen Reasoning von Claude verbesserte sich die automatisierte Lösungsrate von bunq um 8 % und brachte die Gesamtautomatisierung auf über 80 % aller Supporttickets. Nutzer erhalten schnellere, zuverlässigere Antworten, ohne in Warteschlangen zu warten oder komplexe Telefonmenüs durchlaufen zu müssen.
Die Vorteile gehen über den Nutzersupport hinaus. Die Produktivität der Entwickler verbesserte sich sofort mit Claude Code – neue Entwickler leisten jetzt in 16 Stunden anstatt 40 einen sinnvollen Beitrag, eine Reduzierung um 60 %, die die Produktauslieferung in der gesamten Organisation beschleunigt. „Diese Kombination machte die Implementierung nahtlos und viel schneller als bei anderen Modellen“, berichtet das Team.
Am wichtigsten ist, dass bunq neu definiert hat, was Banking sein kann. Kontoeröffnungen, für die früher mehrere Tage mit Papierkram und Filialbesuchen nötig waren, dauern jetzt 5 Minuten. „Wir hören ständig von neuen Nutzern, wie erstaunt sie über die Schnelligkeit und Nahtlosigkeit des Erlebnisses sind“, sagt der ML Engineering Lead. „Für sie geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um Freiheit. Anstatt mehrere Tage zu warten oder eine Filiale zu besuchen, sind sie in wenigen Minuten startklar.“
Für die Zukunft sieht bunq enormes Potenzial, Finns Fähigkeiten zu erweitern. Das Team stellt sich vor, dass Nutzer Finn einfach bitten können, „20 % meines Einkommens für Steuern zurückzulegen“ oder „50 € von meinem Hauptkonto auf mein Urlaubssparkonto zu überweisen“ und es sofort erledigt wird.
„Wir kratzen gerade erst an der Oberfläche dessen, was KI für das Banking tun kann“, erklärt das Team. „Anthropics Fokus auf Vertrauen, Sicherheit und Reasoning passt perfekt zu bunqs Mission, das Leben zu vereinfachen, ohne die Sicherheit zu gefährden.“