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Sett entwickelt KI-gestützte Playable Ads – interaktive Minispiele, die zur Gewinnung von Nutzern für Handyspiele eingesetzt werden. Das 45-köpfige Unternehmen mit Sitz in Tel Aviv betreut fast 50 Spieleentwicklungsstudios – von mittelgroßen Publishern bis hin zu umsatzstarken Enterprise-Studios – und hilft ihnen bei der Überwindung von nicht kreativen Phasen und der Suche nach erfolgreichen Werbekonzepten.
Der Markt für Spieleentwicklungsstudios ist hart: Es lässt sich nur schwer vorhersagen, welches Ad am Ende gewinnt. Die einzige Lösung sind breit angelegte Versuche und das Durchtesten Dutzender Konzepte, um die wenigen zu finden, die Ergebnisse liefern. Aber die Erstellung hochwertiger Playable Ads – interaktiver Minispiele, die den Reiz eines Spiels in Sekunden präsentieren – ist langwierig und teuer. Die manuelle Produktion eines einzelnen Playable Ads dauert oftmals ein Monat oder länger.
Setts Kunden sind Studios, die monatlich Hunderttausende bis Millionen Dollar für die Gewinnung von Nutzern ausgeben. Sie haben verschiedene Agenturen getestet. Sie haben versucht, interne Teams zu skalieren. Keines davon löste das Kernproblem: immer so kreativ zu sein, dass immer ein Gewinner dabei ist. Diese Studios führen Kampagnen über Meta, AppLovin, Unity und Google durch und brauchen Dutzende von Playable Ads monatlich, nur um herauszufinden, welche Konzepte gut genug performen, dass sie die Werbeausgaben wieder hereinholen.
„Wir brauchten ein Modell, das über reine Logik hinausgeht, um abstrakte Konzepte wie ‚Geschmack‘ zu verstehen und ein Endprodukt zu schaffen, das für Nutzer wirklich attraktiv und unterhaltsam ist“, sagt Yoni Blumenfeld, CTO und Mitgründer von Sett.
Opus 4.5 bildet das Kernmodell im Herzen von Setts Architektur und übernimmt die Planung sowie das kreative Coding, das Playable Ads zum Leben erweckt. Claude generiert nicht nur Inhalte, sondern fungiert auch als Orchestrierungsagent. Es verwaltet also den gesamten Produktionsworkflow und delegiert spezifische Aufgaben auf intelligente Weise an andere spezialisierte Diffusionsmodelle, die es zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses als Tools nutzt.
Setts Entscheidung, auf Claude aufzubauen, ist das Ergebnis vergleichender Tests mit anderen führenden Modellen. Das Unternehmen entwickelte eine interne Metrik namens „Last Mile“, anhand derer gemessen wird, wie viel Arbeit ein Mensch nach Erledigung einer Aufgabe durch die KI noch hat.
„In unseren vergleichenden Tests mit anderen führenden Modellen zeigte sich Claude überlegen bei der Bewältigung unserer kreativen Coding-Aufgaben“, sagt Blumenfeld. „Unsere ‚Last Mile‘-Metrik bestätigte, dass zur Fertigstellung von Claudes Ausgabe am wenigstens Aufwand zur Verfeinerung erforderlich war.“
Die Ergebnisse waren eindeutig. Vor der Implementierung von Claude in ihrem agentischen System dauerte von der Planung über das Design bis hin zum kreativen Coding und der Iteration die Produktion eines einzelnen Playable Ads etwa einen Monat. Die Last-Mile-Arbeit für ein einzelnes Ad lag bei etwa eine Woche. Mit Claude als Kernmodell sank die Dauer auf 75 Minuten. Zur Qualitätssicherung und Feinabstimmung setzt Sett für maximale Produktionsqualität zwar weiterhin auf Menschen, aber Claudes höherwertige Ausgabe bedeutet deutlich weniger Aufwand für die Verfeinerung innerhalb dieses Prozesses.
Nachdem die Entscheidung gefallen war, ging die Implementierung schnell. Sett steckte einen erheblichen Aufwand in den Aufbau von Evaluierungssystemen und zerlegte die komplexe kreative Aufgabe in einzelne Sub-Evaluierungen, um die Leistung in jeder Phase zu messen. Die Teams bei Anthropic und Amazon Bedrock unterstützten bei operativen Aspekten und halfen bei der effizienten Lösung von der Herausforderung bei der Skalierung.
Der Effekt spiegelte sich direkt in den Kundenergebnissen wider. Bei einem Spieleentwicklungsstudio werden 90 % der Werbeausgaben jetzt durch von Sett generierte, Claude-gestützte Ads generiert. Die beiden führenden Werbekonzepte beanspruchen etwa ein Viertel aller Ausgaben und erzielen den höchsten Return on Ad Spend.
„Kreativität ist der Treibstoff für Wachstum, und Sett sorgt dafür, dass er nie ausgeht“, sagt Daniel Fridman, Performance Lead bei Papaya, einem weiteren Kunden von Sett. „Es hat uns geholfen, mutige Ideen zu testen, uns an neue Trends anzupassen und der Konkurrenz voraus zu sein. Wozu früher Wochen oder sogar Monate benötigt wurde, dauert jetzt nur noch Tage.“
Der eigentliche Vorteil liegt in Volumen und Vielfalt. Wenn Studios in der Masse mehr kreative Ideen umsetzen können, finden sie schneller mehr Gewinner. Kreative Performance in der Nutzergewinnung ist ein Zahlenspiel, und dank Sett sind Spieleentwicklungsstudios mit Zuversicht bei diesem Spiel dabei.
Mit Blick in die Zukunft baut Sett an einem System, das autonome Nutzergewinnung und kreative Performance ermöglicht. Die aktuelle Architektur orchestriert bereits kreative Generierung und Produktion. Im nächsten Evolutionsschritt werden Leistungsdaten und kontextuelle Signale zu der Interaktionsweise der Spieler mit Playable Ads folgen. Frühe Versionen sind bereits in der Entwicklung, einige Komponenten in Produktion. Schon jetzt kann das System erkennen, wenn Teile eines Ads nicht funktionieren – zum Beispiel ein Rätsel, das für Spieler zu schwer zu lösen ist – und automatisch Vereinfachungen für die nächste Iteration konzipieren.
„Das Vertrauen, das wir in Claudes Fähigkeiten und Konsistenz aufgebaut haben, hat dazu geführt, dass Sett grundlegende architektonische Entscheidungen basierend auf seiner Technologie getroffen hat“, teilt Blumenfeld mit. „Wir glauben, dass Claude der Weg zum Erfolg ist.“